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Riester Rente - Was ist das ?

Unter der Riester Rente versteht man eine vom deutschen Staat geförderte, privat finanzierte Rente. Der Name dieser Rente geht auf Walter Riester, der die Förderung der privaten Altersvorsorge vorantrieb und die ersten Ideen vorschlug. Doch nicht alle Personen sind zulagenberechtigt, darunter fallen nicht rentenversicherungspflichtige Selbstständige, Altersrentner, Menschen die schon eine Rente auf Grund eingeschränkter Erwerbsfähigkeit beziehen, Pflichtversicherte der berufsständischen Versorgung wie z.B. Ärzte, Apotheker oder Architekten, Studenten die nicht rentenversicherungspflichtig sind und geringfügig versicherungsfreie Beschäftigte.

Riester Rente und wie sie funktioniert

Das Prinzip der Riester Rente besteht darin, die gesetzliche Altersvorsorge zu ergänzen, dabei gewährt der Staat eine Altersvorsorgezulage, die jedoch in den Vertrag übergeht und nicht direkt an den Versicherten. Diese Zulage kann man nur erhalten wenn man sie beantragt, wenn sie länger als 4 Jahre nicht durch einen Antrag abgerufen wird verfällt sie, zur Vereinfachung wurde jedoch ein Dauerzulagenantrag eingeführt, durch den die Anbieter der Riester Rente die Zulage beantragen können ohne vorher immer die Zustimmung des Versicherten einholen zu müssen. Außerdem wurden den Anbietern zahlreiche Vorschriften auferlegt, so müssen die Kunden z.B. sehr genau über die Riester Rente aufgeklärt werden und es muss eine vierteljährliche Kündigungsmöglichkeit vorhanden sein. In den letzten Jahren zwischen 2005 und 2008 gab es etliche Änderungen bei der Riester Rente, die Grundzulage für Ledige ist z.B. von 38 Euro auf 145 Euro angestiegen, für Verheiratete von 76 Euro auf 308 Euro und für Kinder gibt es ebenfalls eine Zulage. Jedoch ist in diesen 6 Jahren auch der Mindestbeitrag von 1 auf 4 Prozent angestiegen und nach oben hin gibt es ebenfalls eine Grenze, der Beitrag darf höchstens 2100 Euro betragen. Für Personen, die das 25. Lebensjahr noch nicht erreicht haben und zulagenberechtigt sind erhalten einen Bonus. Es gibt verschiedene Umstände bei denen die Steuervorteile und Zulagen wieder an den Staat zurückgezahlt werden müssen zum Beispiel, wenn der Riester Vertrag gekündigt wird, wenn der Anspruchsberechtigte vor dem Erreichen des Rentenalters verstirbt (lediglich der Ehepartner kann, wenn er einen Riester Vertrag hat das Vermögen übernehmen) oder wenn aus dem Vertrag Geld für den Erwerb von Wohneigentum genommen wurde und dies nicht zurückgezahlt wird, auch wenn die Immobilie als Altersvorsorge dient. Die Auszahlung, Berechnung und Kontrolle wurde der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen übertragen.

Riester Rente hat auch Nachteile?

Mit Sicherheit hat das Konzept der Riester Rente auch Nachteile, besonders für Geringverdiener und Arbeitslose könnte es ein Verlustgeschäft sein, da die Riester Rente nicht zur Grundsicherung gezählt wird, sondern verrechnet wird. Ein weiterer negativer Punkt ist, dass die Beiträge, die man aus der Riester Rente erhält einkommensteuerpflichtig sind und Sozialversicherungsbeiträge auf die Beiträge der Einzahlungsphase anfallen. Deshalb sollte man sich genau beraten lassen und abwägen ob die Riester Rente die passende Altersvorsorge ist, oder ob nicht vielleicht doch ein anderes Angebot besser geeignet ist.